Die Geschichte der Kreuzfahrt: Vom klassischen Dampfer zum Green Cruising

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Erholung auf dem Fluss

Schon 50 vor Christus fuhren die Menschen mit selbst gebauten Flößen über die Flüsse Europas. Wie sich aus der klassischen Binnenschifffahrt der Flusstourismus entwickelte und wie die Zukunft der Flusskreuzfahrt aussieht, erfährst du in diesem Blog.

Beliebte Sommerfrische der Wohlhabenden

Der Flusstourismus nahm Anfang des 18. Jahrhunderts an Fahrt auf, als die Adligen im Sommer aus den heißen, überfüllten Städten auf die komfortablen Flussschiffe flüchteten. Durch die Erfindung der Dampfmaschine Ende des 18. Jahrhunderts entstand die sogenannte Kettenschifffahrt auf Elbe, Main und Neckar. Dabei wurde in der Fahrrinne eine Kette verlegt, welche mit der Kraft von Dampfmaschinen das Schiff über den Fluss zog.

Von der Ketten- zur Dampfschifffahrt

Bereits 1812 wurde dann auf der Donau das erste Dampfschiff in Betrieb genommen. Auf dem Rhein kam 1816 die englische The Defiance und wenig später das Dampfschiff De Zeeuw dazu. Von da an wurde die Dampfschifffahrt immer beliebter. Es gründeten sich mehrere Reedereien u.a. in Köln und Wien und Liniendienste wurden eingeführt.

Drachenburg in Königswinter

Der Wettlauf gegen die Eisenbahnen

Auch wenn die Maßnahmen zur Schiffbarmachung die Flüsse immer ungefährlicher und besser befahrbar machten, waren die damaligen Eisenbahnen natürlich deutlich schnellere Reisemittel. 1830 dauerte eine Fahrt mit dem Dampfschiff von Wien nach Budapest 14 Stunden, zurück sogar 48 Stunden. Entscheidend waren jedoch die schönen Landschaften, welche dabei durchquert wurden. In diesem Punkt siegte klar die Dampfschifffahrt. So entwickelten sich die Schiffe langsam von reinen Transportmitteln zu luxuriösen Ausflugsbooten. Besonders das Rheintal war bis ins Ausland bei den Touristen bekannt und beliebt, sodass man die Rheinromantik als Beginn des Flusstourismus bezeichnen könnte.

Weltkriege und Wirtschaftskrisen

In den beiden Weltkriegen wurden die Fahrgastschiffe zu Lazaretts oder Truppentransporter umfunktioniert, weshalb die Passagierzahlen fast vollkommen wegbrachen. Auch die Weltwirtschaftskrise Ende der 1920er setze dem Tourismus schwer zu. Erst 1946 wurden die ersten Fahrten mit Passagierschiffen zwischen Köln und Königswinter wieder aufgenommen. Es sollte aber noch bis in die 1960er Jahre dauern, bis sich die moderne Flusskreuzfahrt durchsetzte. Am 29. Mai 1960 wurde das 3,2 Millionen D-Mark teure Kabinenschiff Europa auf dem Rhein in Betrieb genommen. Ein Novum – denn sie fuhr auf mehrtägige Flussreisen zwischen Rotterdam und Basel.

Die Zukunft der Flusskreuzfahrt

Heute sollen schätzungsweise 900 Flusskreuzfahrtschiffe auf der Welt unterwegs sein. Da der Flusstourismus vor allem von den atemberaubenden Naturlandschaften lebt, ist es umso wichtiger, diese auch zu schützen. Dadurch gewinnt Green Cruising immer mehr an Bedeutung. Insbesondere uns bei A-ROSA ist es wichtig, Verantwortung für die Städte, Landschaften und Menschen, die wir besuchen, zu übernehmen. Wir sind uns bewusst, dass aktuelle und zukünftige Herausforderungen langfristig angegangen werden müssen. Nur so schaffen wir es, die Lebensqualität in den Städten und die Natur für künftige Generationen zu erhalten. In Zukunft wird Nachhaltigkeit eine der größten Rollen in der Flusskreuzfahrt spielen.

Warum wir ein Vorreiter des Green Cruisings sind:

  • Wir haben bereits seit 20 Jahren Erfahrung als Marktführer für Premium-Urlaube auf Donau, Rhein, Seine, Rhône und Douro.
  • Wir designten und bauten den neuen innovativen Flottentyp E-Motion, welcher uns als Vorbild für zukünftige Schiffe dient. Die A-ROSA SENA ist mit einer Kombination aus Diesel- und Elektromotor sowie einem großen Batteriespeicher ausgestattet. Dieses System ermöglicht neben dem sogenannten Peak Shaving, also dem Ausgleich von Lastspitzen, auch ein temporäres rein elektrisches Fahren.
  • Wir haben eine eigene Abteilung für Nachhaltigkeit. In Kooperation mit dem Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) entwickelt unser Team eine ganzheitliche und langfristige Nachhaltigkeitsstrategie.
  • Alle Schiffe sind mit Landstromanschlüssen ausgerüstet.
  • Unsere Lüftungsanlagen an Bord sind so optimiert, dass eine komplette Wärmerückgewinnung möglich ist. Wir können dadurch mit der Abwärme u.a. das Wasser erwärmen.
  • Das Abwasser wird an Bord der Schiffe mithilfe von modernen und zertifizierten Anlagen in einem aufwendigen Verfahren gereinigt.
  • Unsere A-ROSA SENA, A-ROSA VIVA, A-ROSA STELLA und A-ROSA LUNA sind mit Wasserspendern ausgerüstet, um den Plastikverbrauch an Bord zu verringern. Zudem schenken wir dem Thema Food-Waste große Beachtung und sensibilisieren dahingehend unsere Gäste, indem wir z.B. am Buffet größtenteils auf Portionsware verzichten.
  • Mit unseren zentralen Liegeplätzen und langen Liegezeiten unterstützen wir die regionale Wirtschaft. Zudem arbeiten wir mit regionalen Reiseführern bei unserem Ausflugsprogramm zusammen.

Lies in unserem Blog Grüne Kreuzfahrten: Nachhaltig reisen mehr zu unserem Nachhaltigkeitskonzept.

Yvonne Catterfeld

FAQ zum Thema Green Cruising

Gibt es Flussreisen komplett ohne Umweltverschmutzung?

Egal, wie du reist – du hinterlässt immer einen ökologischen Fußabdruck. Wir bei A-ROSA achten aber darauf, deinen Fußabdruck im Urlaub so klein wie möglich zu halten. Viele Maßnahmen, wie z.B. die Landstromversorgung unserer Schiffe und den Bau unseres hybriden Flottentyps, haben wir bereits ergriffen. Auch in Zukunft erwarten wir viele nachhaltige Innovationen, welche Green Cruising weiterentwickeln und komplementieren werden.

Welches ist euer umweltfreundlichstes Schiff?

Alle A-ROSA Schiffe sind mit Landstromanschlüssen, optimierten Lüftungsanlagen und einem zertifizierten Abwassersystem ausgerüstet. Besonders unser Hybrid – die A-ROSA SENA – sticht hervor. Mit ihr haben wir das innovativste und nachhaltigste Flusskreuzfahrtschiff Europas auf den Markt gebracht. Das E-Motion Schiff mit seinem hybriden Antriebssystem, bestehend aus Diesel- und Elektromotor sowie einem 1,4 Megawatt großen Batteriespeicher, ist das Symbolbild unserer Neuausrichtung ab 2023, mit der wir intensives Augenmerk auf die Nachhaltigkeit im Unternehmen legen.

Wer steckt hinter eurer Nachhaltigkeitsabteilung?

Geleitet wird die im Februar 2022 gegründete Nachhaltigkeitsabteilung von Sandra Wendland, welche direkt an die Geschäftsführung berichtet. Unterstützt wird sie von Cynthia Hoppe. Ziel ist es, die bisher auf viele verschiedene Positionen und Bereiche aufgeteilten Aufgaben zentral zu bündeln und in Kooperation mit dem Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) eine ganzheitliche und langfristige Nachhaltigkeitsstrategie zu entwickeln.

Unser A-ROSA Nachhaltigkeitsteam

Wurdet ihr für eure Nachhaltigkeitsprojekte schon einmal ausgezeichnet?

Im Juni 2022 wurde unsere A-ROSA SENA mit dem renommierten „Deutschen Award für Nachhaltigkeitsprojekte 2022“ gewürdigt. Wir erhielten den 1. Platz für unseren innovativen Neubau in der Kategorie „Dienstleistung – Mobilität“. Ebenfalls erhielt unser Flaggschiff im August 2022 den Green Award in Gold. Diese höchste Zertifizierungsstufe wurde bislang nur an eine Handvoll Flusskreuzfahrtschiffe vergeben. Auch die A-ROSA AQUA, A-ROSA BRAVA und A-ROSA SILVA wurden bereits mit dem Green Award ausgezeichnet. Vor allem in den Kategorien Sicherheit und Umweltschutz erreichten sie sehr hohe Punktzahlen. Seit 1994 prämiert der Green Award Schiffseigner, die sich für eine nachhaltige Schifffahrt engagieren und deren Maßnahmen über behördliche Standards hinausgehen.

Geht das schmutzige Abwasser von euren Schiffen direkt in die Flüsse?

Nein. Unsere gesamte Flotte ist mit modernen und zertifizierten Abwasseranlagen ausgestattet. Das bedeutet, das Wasser wird vollständig geklärt. Der Klärschlamm, der übrig bleibt, wird regelmäßig von einem Spezialunternehmen in großen Häfen entsorgt.

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