Reisetagebuch – Douro Erlebnis

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Manche Reisen begeistern schon lange, bevor sie beginnen. Diese Flusskreuzfahrt auf dem Douro war eine davon. Von den Ufern Portos bis zu den Weinbergen des Douro-Tals erwarteten uns beeindruckende Ausblicke, charmante Städte und viele besondere Momente. Dieses Reisetagebuch hält die schönsten Erinnerungen einer Reise fest, die Portugal von seiner genussvollsten Seite zeigte.
DCIM100MEDIADJI_0700.JPG.A-ROSA ALVA
Katalog 2025
Brochure 2025

Tag 1 – Porto

Im Flugzeug muss ich immer an Reinhard Meys „Über den Wolken“ denken und dass die Freiheit hier grenzenlos ist. Ich finde, sie ist auch auf Europas Flüssen grenzenlos. Anna und ich haben sie schon alle mit A-ROSA erlebt. Fehlt noch einer: der Douro. Und irgendwie – vielleicht, weil er besonders weit weg vom Alltag liegt – freue ich mich auf ihn am meisten. 

Landung in Porto und im Transferbus zum Schiff. Die Brücke über den Douro. Rechts der Atlantik. Links die Terrassenhäuser von Ribeira. Was für ein Empfang! Der war auch auf der A-ROSA ALVA sehr schön. Ich mag dieses Persönliche, Unkomplizierte. Als käme man nach Hause. Übrigens ein liebenswert kleineres Schiff, mit etwas weniger Passagieren als auf den anderen Flüssen. Unter ihnen Portugiesen und Spanier, die gleich die Lebensfreude des Südens mit an Bord brachten. 

Für unser europäisches Flussfinale hab ich uns eine Balkonsuite reserviert. ¡Ay, caramba! Ich hab es Anna bis zum Öffnen der Tür nicht verraten. Herrlich, ihr Blick. Wann hat sie sich zum letzten Mal mit offenen Armen im Kreis gedreht?  

Es war erst vier Uhr nachmittags. Also runter vom Schiff und rein in die Altstadt. Einen Flug stecken wir auch mit Mitte 50 noch locker weg. Wir sind über die Brücke Dom Luís nach Ribeiro.  

Unter uns der glitzernde Douro mit den gemütlich schaukelnden Holzbooten der großen Portweinhäuser.  

An der Uferpromenade blieb Anna stehen, sah zu den bunten Häusern am Hang hinauf und sagte: „Lass uns anstoßen“. Genau, warum gleich alles entdecken? Lieber den Moment des Ankommens, Noch-alles-vor-sich-Habens genießen. Im Café unterm Sonnenschirm haben wir uns mit einem Vinho Verde „Saúde!“ gewünscht und darüber geschmunzelt, dass unsere Kollegen zu Hause gerade arbeiten müssen.  

Danach haben wir uns durch die engen Gassen treiben lassen. Herrlich, die mit bunten Kacheln verzierten Häuser. Und dann der Bahnhof São Bento, dessen Wände mit riesigen, blau-weiß bebilderten Fliesen bedeckt sind. Die Geschichte Portugals, beleuchtet vom warmen Nachmittagslicht. Wer will von diesem Bahnhof eigentlich weg? 

Große Bogenfenster mit einer Uhr und dem Schriftzug PORTO in einem historischen Gebäude, daneben eine Wand mit blauen Kachelbildern, die ländliche Szenen zeigen.

Large arched windows with a clock and the inscription PORTO in a historic building, next to a wall with blue tile pictures depicting rural scenes.

Clock of the historical Sao Bento train station in Porto, Portugal.; Shutterstock ID 235190725; Projekt-/Jobnummer: AROS/FLU/0041; 
Bahnhof
trainstation
Uhr
clock

Weiter durch die Rua das Flores. Kein Auto, Platz zum Schlendern und Zugreifen. Ich hab Anna gesagt, sie soll mal kurz warten. Dann bin ich rein zu einem der Goldschmiede und kam raus mit einem Herz aus Silberdraht. Wieder dieser herrliche Blick von Anna.  

Zeit fürs Abendessen. Das Buffet ruft. Immer wieder schön: Man war unterwegs, kommt an Bord und lässt sich verwöhnen, genießt Leckereien, die man sonst nicht hat, wird zum Fischfan, zum Steakliebhaber, schwenkt zwischendurch auf Vegetarisch um. Alles da. Die Waage? Kann warten.  

Unser Schiff blieb über Nacht in Porto. Also sind wir noch mal von Bord. Goldene Stunde. Wir also rauf zum oberen Teil der Dom-Luís-Brücke. Mit freier Sicht auf Sonne und Atlantik. Weiter ging es in den Park Jardim do Morro. Jemand spielte Saxophon. Altstadt und Brücke glühten im Abendlicht, bis die ersten Lichter auffackerten und der Himmel sich dunkelblau färbte. Später haben wir auf der Terrasse einer Taverne Portwein getrunken.

Um uns die Lichter Ribeiros. Unser Schiff leuchtete am gegenüberliegenden Kai: Unser Zuhause für eine Woche portugiesischer Lust am Leben auf dem Douro.

Tag 2 – Régua & Pinhão

Wecker stellen im Urlaub? Eigentlich unser No-go. Aber wenn die Aussicht eine Panoramafahrt durch Porto verspricht, ist die Sache ja wohl klar. Vor dem Fenster dämmerte es, und als wir uns aufs Oberdeck setzten, ging die Sonne über den Dächern auf.  

Schon nahmen wir Fahrt auf. Unter der Brücke hindurch, auf der wir gestern standen, links die Farbenfreude der Ribeiro-Fassaden, rechts die roten Ziegel der Portweinhäuser. Brücke um Brücke wurde aus den Farben der Stadt das Grün der Hänge und das Hellgrau der Granitfelsen. Das Alto-Douro-Tal rief. 

Doch zuerst rief das Frühstück. Ein frisch gebackenes Omelett direkt aus der Pfanne und später die portugiesischen Blätterteigtaschen mit Vanillecreme auf den Teller. Dazu ein guter Kaffee und gemeinsam über die Ausfahrt schwärmen. 

Später sind wir raus aus den Kleidern und rein in die Badesachen. Oben im beheizten Pool haben wir ein paar Bahnen gezogen, während Weinterrassen an uns vorbeiglitten. Danach ist Anna runter ins Spa zur Fußmassage. Ich hab mir derweil in der Lounge den Vortrag über die Douro-Schleusen angeschaut. Und dann haben wir auf unserem Balkon die Einfahrt nach Régua genossen. Ein Meer aus Weinterrassen, die sich die steilen Hügel hinaufziehen, gespickt mit weißen Quintas.  

Nach dem Mittagessen: Ausflugszeit. Wir fuhren nach Lamego, einem der wichtigsten Pilgerorte Portugals und berühmt für seine Himmelstreppe. 686 Stufen. Zum Glück nur für den Abstieg. Wir fuhren nämlich hoch. Oben die Wallfahrtskirche und der schöne Blick auf Lamego.  

Baroque staircase to the Church  Nossa Senhora dos Remedios in  Lamego north Portugal travel landmarks

Der Weg hinab im Zick-Zack war sogar noch schöner. Zwischendurch – Terrassen mit Statuen, Brunnen und Azulejos, diese blau-weißen Fliesenbilder, die wir schon am Bahnhof in Porto entdeckt hatten. 

Danach tauchten wir in die Altstadt mit der 800 Jahre alten Kathedrale ein und probierten Bola de Lamego – ein gebackenes Brot, gefüllt mit Fisch oder Schafskäse. Dazu eine Pause im kleinen Café bei einem prickelnden Glas Raposeira. 

Spätnachmittags – zurück an Bord. Unser Schiff war während des Ausflugs nach Pinhão vorgefahren – ein kleines Städtchen am Douro, hinter dessen Dächern die Weinterrassen weitere Himmelstreppen bildeten.  

Zum Abendessen wurden wir in eine Quinta eingeladen. Man begrüßte uns mit einem Aperitif und Musik. Die Männer griffen fröhlich ins Akkordeon, spielten Gitarre und sangen. Große Platten und Schüsseln füllten den Tisch. Mit Kabeljau-Bällchen und Bolinhos, Chouriço-Wurst und Gemüsesuppe, mit Kalbsbraten, Desserts und jeder Menge portugiesischer Lebensfreude. Alles liebevoll von den Erntehelfern der Quinta arrangiert. Dazu die Weine des Hauses – von weiß bis rot, von trocken bis süß. Saudade! 

Architektonisches Haus in Portugal

Tag 3 – Pinhão & Barca d‘ Alva

Am Vormittag: durch Pinhão schlendern. Jemand schien die Uhren angehalten zu haben. Ein verträumtes Städtchen, gemütlich ins Alto-Douro-Tal gebettet, wie zum Schutz vor der Schnelllebigkeit der Zeit.

Warum es uns schon wieder zu einem Bahnhof zog, liegt offenbar an deren Schönheit. Auch dieser hier strahlte im Glanz der Azulejos, deren Bilder die Geschichte des Tals erzählten. Frauen, die barfuß Trauben stampfen, beladene Holzboote … Es heißt, dies sei vielleicht der schönste Bahnhof Portugals.

Weiter die Uferpromenade entlang. Auf Annas Gesicht – ein unbeschwertes Urlaubslächeln und das Schattenspiel der Baumkronen. Am Ufer legten kleine Ausflugsboote ab. Und auf der Brücke hielten wir den Moment mit der Aussicht auf Pinhão und die Weinberge fest.

Nachmittags: Suite-Entspanntheit und Balkonkino. Unser Schiff schob sich auf dem Douro flussaufwärts an dunklen Schieferterrassen voller Weinreben vorbei. Dann sind wir rauf aufs Sonnendeck. Eine der höchsten Schleusen Europas bestaunt man am besten mit einem 360°-Blick.

Schleuse Carrapatelo

Nach der Ausfahrt wurde das Tal eng. Es heißt, hier lauerte einst der gefürchtete Todessturz – eine gewaltige Stromschnelle, die manchen Seemann ins Jenseits geschickt hat. Das Naturkino spielte weiter und mündete in eine grandiose Wildnis aus Stille, knorrigen Olivenbäumen und steilen Felswänden, über denen Greifvögel kreisten. Darauf einen Portwein.

Der Barchef öffnete eine Flasche Vintage-Portwein. Nicht einfach so, sondern ganz traditionell. Mit glühender Zange und Eiswasser. Probieren, schmecken und noch ein Glas. Und dann legten wir in Barca d‘ Alva an, diesem verträumten Grenzort an der Schwelle zu Spanien.

Nach dem Abendessen noch ein Leckerbissen: In der Lounge trat eine portugiesische Musikgruppe auf. Gitarrenklänge und Fado-Gesang. Sehnsucht pur und Hand-in-Hand-Momente, die ins Herz trafen. 

Tag 4 – Barca d‘ Alva & Vega Terrón

Ich mag die großen Klassikerstädte genauso wie die winzigen Orte, an denen die Zeit vorbeistreicht. Beides hat seinen Reiz. So wie das 100-Einwohner-Städtchen Barca d‘ Alva, das wir auf einem kleinen Spaziergang erkundeten.

Wieder ein Bahnhof, an der Grenze zu Spanien, mit Gleisen, die lange kein Zug mehr befahren hat und die sich die Natur zurückholt. Azulejos gab es auch hier. Noch ein Stück weiter ortsauswärts wanderten wir entlang von Oliven- und Mandelbäumen. Die Luft war erfüllt von Thymian, über uns kreisten Gänsegeier und wir fühlten uns glücklich und frei. Wie über den Wolken.

Olé – nach dem Frühstück ein Ausflug nach Spanien. Genauer, nach Salamanca. Im Busfenster: die karge Hochebene Kastiliens. Und dann – die „Goldene Stadt“. Tatsächlich, als wäre sie aus purem Gold erbaut, so schimmert der Sandstein in der Sonne.

Gotische Kathedrale mit großer Kuppel, verzierten Türmen und blühenden Tulpen im Vordergrund bei blauem Himmel.

Gothic cathedral with a large dome, ornate towers, and blooming tulips in the foreground under a blue sky.

Hier gibt es die Universität – eine der ältesten der Welt. Und es gibt ein Ratespiel. Wer entdeckt an der Fassade den Frosch, der auf einem Totenkopf sitzt? Annas Scharfblick hat ihn gleich erspäht. Soll Glück bringen, heißt es. Und dann die Kathedralen. Als würden sie über der Stadt schweben. Erstaunlich, dass man gleich zwei direkt nebeneinander gebaut hat.

Anna fand das Muschelhaus am schönsten. 300 Jakobsmuscheln aus Stein ziehen sich die Fassade hinauf. Ganz klar, hier verläuft der Jakobsweg. Wir haben im Schatten des Innenhofs die Ruhe genossen und uns aufs Mittagessen gefreut.

Im Restaurant gab es Jamón Ibérico, den Schinken der Region. Als köstliche Beilage: feurige Flamenco-Musik. Danach schlenderten wir über den Plaza Mayor. Wir fühlten uns wunderbar klein auf dem riesigen Platz. Ringsum all die Arkaden mit Porträts spanischer Berühmtheiten. Könige, Kolumbus und Miguel de Cervantes, dessen Don Quijote ich schon als Kind geliebt habe.

Tag 5 – Vega Terrón & Pinhão

Heute hat unsere Neugier einen Gang zurückgeschaltet. Einfach mal das Bordleben genießen. Wir haben uns in der Sauna aufgeheizt und danach im Pool erfrischt. Später: Schach auf dem Sonnendeck, mit den großen Figuren. Wer gewinnt, darf sich was wünschen. Also bekam Anna ihr geliebtes Peeling im Spa. Währenddessen hab ich mit dem Kapitän im Steuerhaus geplaudert.

Schleuse um Schleuse, Weinberg um Weinberg glitten wir stromabwärts zurück nach Pinhão.

Beim zweiten Besuch finde ich Orte sogar noch schöner. Die große Neugier weicht einem Sinn für die kleinen Dinge. An diesem Abend war es auch so. Abendliche Ruhe lag über dem Städtchen, die Hitze war lauer Sommerluft gewichen.

Wir saßen unter Palmen an der Flussterrasse und ließen uns einen Portwein schmecken. Die Hügel am Ufer leuchteten orangegold und Anna meinte, dass wir eigentlich keine Fotos machen müssten. Weil alles so intensiv sei, dass man es für immer in Kopf und Herz trage.

Sonnendurchflutete Weinberge im Douro-Tal mit terrassierten Hängen und Olivenbäumen im Vordergrund.

Sun-drenched vineyards in the Douro Valley with terraced slopes and olive trees in the foreground.

Vineyards and olive trees in the Douro Valley near Lamego, Portugal Europe; Shutterstock ID 790168420; Projekt-/Jobnummer: AROS-FLU-0074
790168420
Douro Tal
Douro Valley

Tag 6 – Régua & Leverinho

Wenn ich morgens aufwache, frage ich mich, ob ich noch immer träume. Unsere Suite kommt mir so herrlich unwirklich vor. Wie im Luxushotel. Nur dass dies hier fahren kann und uns von einem schönen Ort zum nächsten trägt.

Einer davon ist  Vila Real mit dem Mateuspalast – das Ziel unseres nächsten Ausflugs. Wir fuhren durch die hügeligen Weinlandschaften, und als wir ankamen – ein Deja-vu. Nur welches? Anna wusste es gleich. Das Schloss grüßt im heimischen Supermarkt vom Etikett des Mateus-Roséweins.

Im Palast: uralte Gemälde, orientalisches Porzellan, kunstvoll geschnitzte Decken. Draußen: Gärten, aus denen man nicht mehr heraus möchte. Hier ein riesiger Tunnel aus Zypressen, da geheime Ecken mit sprudelnden Springbrunnen. Und überall dieser unwiderstehliche Rosenduft.

Zurück am Schiff, schlenderten wir die Uferpromenade von Régua entlang. Neben uns die Nachbauten der Barcos Rabelos – Segelboote, mit denen man früher Weinfässer transportiert hat. In den alten Lagerhäusern, wo die Fässer einst auf den Abtransport warteten, gibt es nun Vinotheken und Restaurants.

The iconic Rabelo Boats, the traditional Port Wine transports, with the Ribeira District and the Dom Luis I Bridge over the Douro River. Porto, Portugal. Unesco World Heritage.
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Noch etwas weiter wartete das Douro-Museum auf uns. Wir tauchten in die Geschichte des Douro-Tals ein, den harten Alltag der Winzer, den Bau der Terrassen, die Herstellung des Portweins. Eine großartige Zeitreise.

Abends lauschten wir in der Lounge den Pianoklängen unseres Klavierspielers. Wir waren in Leverinho angekommen und Porto ganz nah. Sich einfach durch die Erlebnisse treiben lassen, sie mal miteinander teilen, mal für sich genießen – so geht Genuss, so darf es öfter sein.

Wenn ich morgens aufwache, frage ich mich, ob ich noch immer träume. Unsere Suite kommt mir so herrlich unwirklich vor. Wie im Luxushotel. Nur dass dies hier fahren kann und uns von einem schönen Ort zum nächsten trägt.  

Tag 7 – Porto

Frühstückslogenplatz am Fenster. Draußen zogen dichte Wälder und grüne Hänge vorbei – hier und da ein versteckter Strand. Dann Leben, dann Luxus, als Villen, als Jachten. Dazu noch einen Kaffee – als Antrieb für den nächsten Ausflug.

Busmotor an, Stadtrundfahrt auf Start. Wir fuhren entlang des Douro bis zur Mündung am Atlantik, entlang der Villen in Foz do Douro. Dann eine entspannte Runde durch die Altstadt, hin zur Kathedrale, zum Justizpalast, zum prächtigen Glockenturm. Mal aussteigen, den Geschichten des Guides lauschen, ein paar schöne Fotos schießen. Und noch mal zum Bahnhof. Die kleinen Details, wenn man sich wiedersieht … Später sind wir über die schwindelhohe Brücke Dom Luís nach Vila Nova de Gaja rüber und haben einen der urigen Weinkeller besichtigt – mit Portweinschätzen auf der Zunge.

Als es Mittag wurde und wir zurück an Bord waren, spürten wir beide, dass so viel Zeit nicht mehr blieb, unser Urlaub ausklingen wollte. Aber wir wollten noch nicht. Für unser finales Erlebnis hatten wir beim Mittagessen einen entspannten Plan geschmiedet.

Zuerst: mit der Seilbahn zur Brücke Dom Luís hinaufschweben und im Jardim do Morro ein Sekt-Picknick machen. Jemand spielte Gitarre im Park, der Wind wehte den Duft des Atlantiks herüber und uns lag Porto zu Füßen.

Jardim do Morro

Danach: Eine Fahrt mit der Eléctrico – Portos historische Tram. Wir saßen am offenen Fenster, ruckelten Richtung Atlantik, stiegen dort aus und bummelten bis zum Leuchtturm Farol de Felgueiras. Seine Spitze ragte in das Blau des Nachmittagshimmels, und ich stellte mir vor, wie sie bei Sturm von Gischt umtost wird. Wie auf den Fotos. Heute war das Meer ganz ruhig. So wie wir, als wir Hand in Hand dort standen, kein Wort sagten, den Augenblick genossen.

Dann der Abend: Noch einmal die guten Sachen vom Buffet auf den Teller und in den Mund wandern lassen. Noch einmal den Luxus unserer Suite mit dem schönen Balkon genießen, noch einmal übers Sonnendeck schlendern.

Und dann in die Lounge, wo sich die Pianoklänge in Wunschmusik verwandelten und sich die Tanzfläche füllte. Wir tanzten auch, tranken Portwein, wollten noch nicht ins Bett. Draußen leuchteten die Lichter von Porto. Und wir wünschten uns den nächsten Song.

Tag 8 – Porto

Wie heißt es so schön? „Niemals jeht man so janz …“ Also stiegen wir in den Transferbus zum Flughafen, und ließen einen Teil von uns zurück. Zu ihm können wir in unseren Erinnerungen, wann immer wir wollen, zurückkehren.

Dann: Boarding, Beschleunigung, über den Wolken, Reinhard Mey. Statt frei fühlten Anna und ich uns ein wenig melancholisch. Und dann fiel mir das beste Heilmittel ein. Alle Flüsse befahren? Letzte Reise mit A-ROSA? Von wegen. Ich flüsterte Anna ins Ohr. Und sie flüsterte zurück: „Genau, wir fangen einfach wieder von vorn an.“

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