Alles auf einmal: Honfleur, Deauville und eine Calvados-Brennerei!

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Schon wieder ein A-ROSA Ausflug? Ich dachte du magst solche organisierten Sachen gar nicht, sondern ziehst viel lieber auf eigene Faust los? Stimmt, vollkommen richtig. Aber nachdem mir der letzte Ausflug nach Étretat auf der Seine-Kreuzfahrt so ausgesprochen gut gefallen hat, will ich diesmal noch einen Schritt weitergehen.

Drei verschiedene Orte innerhalb von sechs Stunden, inklusive Verkostung und Fahrtwege von über einer Stunde. Wie das funktionieren soll? Ich bin etwas skeptisch, aber dennoch sehr gespannt, was mich wohl erwarten wird.

Wie schon beim letzten Mal startet der Ausflug um 13.30 Uhr, so dass ich vorher noch in aller Ruhe Mittag essen kann. Auch unsere Guides sind wieder dieselben. Super, denn die haben mir gestern schon richtig gut gefallen!

Honfleur – ich verliebe mich jedes Mal aufs Neue!

Nach einer Stunde Fahrt, erreichen wir mit dem Bus Honfleur. Ausgestattet mit Audio Guides machen wir uns auf den Weg zu einer Führung durch die Altstadt. Es ist bereits mein zweites Mal in diesem bezaubernden kleinen Örtchen, doch auch heute bin ich wieder ganz wie bei meinem ersten Besuch bezaubert von seinem einzigartigen Charme. Einziger Nachteil: das sehe nicht nur ich so und somit werden die knapp 9000 Einwohner Honfleurs geradezu von einer Vielzahl an Touristen überrannt. Die schmalen Gassen sind erfüllt vom Klang der knipsenden Kameras und in den zahlreichen Restaurants herrscht zu jeder Zeit ein geschäftiges Treiben. Nach unserer 45-minütigen Führung durch das Zentrum haben wir noch gut eine Stunde Freizeit. Wir wandeln ein bisschen durch die süßen Seitenstraßen, bis wir schließlich dem verführerischen Duft einer kleinen Chocolaterie verfallen. Ausgestattet mit Köstlichkeiten der Normandie setzen wir uns auf eine Mauer am alten Hafen und probieren Pralinen aus gesalzenem Butterkaramell und feinster französischer Schokolade. Ein schöner Ort, um ganz entspannt das geschäftige Kommen und Gehen der vielen Besucher zu beobachten. Dann schießen wir noch schnell ein paar Fotos, bevor es auch schon wieder weiter in Richtung Deauville geht.

Deauville – kurz Seeluft schnuppern!

Die Fahrtzeit in das bekannte Seebad beträgt gerade mal 20 Minuten. Der Aufenthalt vor Ort ist allerdings auch kaum länger bemessen. Uns bleibt eine halbe Stunde, um zumindest einmal kurz die Füße ins Meer zu halten und die ein oder andere Muschel als Urlaubsandenken zu sammeln. Der Strand hier ist wirklich wunderschön und unfassbar breit gestreckt. Der kalte Küstenwind pfeift uns um die Ohren und die starke Brandung hat eine Menge unterschiedliches Strandgut ans Ufer gespült. Ich genieße die kurze Zeit hier in vollen Zügen und bin dann schon ein wenig traurig, dass es so schnell wieder weitergeht. Wobei ich auf den nächsten und letzten Punkt unserer heutigen Tour auch sehr gespannt bin. Die Besichtigung einer Calvados-Brennerei wurde angekündigt – inklusive anschließender Verkostung.

Calvados-Brennerei – Eintauchen in die Welt der Spirituosen!

Wir erreichen die Spirituosen-Fabrik gegen halb sechs. Wobei Fabrik eigentlich der falsche Ausdruck ist. Das Gelände gleicht mehr einem urigen Landhof, welcher jetzt von der tief stehenden Abendsonne in eine friedliche Landstimmung getaucht wird. Überall stehen dicht gewachsene Apfelbäume, die einen süßen, verheißungsvollen Duft versprühen. Oder ist das etwa schon der Calvados? Neugierig betreten wir die alten Scheunen, lassen uns vom Besitzer der Brennerei in die ganz eigene Welt der Spirituosenherstellung entführen. Unser Rundgang führt uns vorbei an alten Eichenfässern, welche schwer und massiv meterhoch gestapelt liegen. Das größte umfasst dabei 8000 Liter – ich bin wirklich beeindruckt! Wir erfahren außerdem, dass der hier hergestellte Calvados in über 40 verschiedene Länder exportiert wird und sogar schon einmal für die Präsidenten des G8 Gipfels als Gastgeschenk gedient hat. Dabei gab es eine Flasche für jeden Präsidenten mit seinem entsprechenden Geburtsjahrgang.

Zum Höhepunkt der Führung finden wir uns im kleinen Verkostungsraum des Gutes ein. Wir probieren wir einen Aperitif aus Pommeau-Äpfeln und noch zwei verschiedene Sorten Calvados, wobei einer bereits 20 Jahre alt ist. Eine sehr interessante Erfahrung!

Danach besteht für alle Gäste noch die Möglichkeit, ein paar kulinarische Urlaubs-Mitbringsel zu erstehen, was einige sogar gleich kistenweise tun. Offensichtlich kommt diese authentisch normannische Geschmackserfahrung  gut an. Ich hingegen begnüge mich mit meinem letzten Stück Butterkaramell aus Honfleur, dass ich mir pünktlich zur Rückfahrt nach Caudebec-en-Caux gönne.

Ist das Experiment „Gruppenausflug“ geglückt?

Gegen 19.30 Uhr erreichen wir dann unsere A-ROSA VIVA und wieder wird es für mich Zeit, ein kleines Fazit zu ziehen. Der Tag war wirklich bis oben hin vollgepackt mit unzähligen Eindrücken. Daher finde ich diesen Ausflug besonders gut geeignet für all diejenigen, die Honfleur und Umgebung noch nicht kennen. Denn hier bekommt ihr innerhalb kürzester Zeit die schönsten Ecken der Gegend gezeigt, welche euch ganz sicher noch lange in Erinnerung bleiben werden. Mein Highlight der Tour war hallerdings eher die Calvados-Brennerei, da ich Honfleur und Deauville ja schon einmal auf einer zuvor besucht hatte. Die Herstellung der unterschiedlichen Spirituosen und Spezialitäten hingegen hat mich wirklich  fasziniert und die Stimmung auf dem alten Landgut geradezu verzaubert.

Ihr seid neugierig geworden und wollt noch mehr über meine Erlebnisse auf den Schiffen der A-ROSA Flotte erfahren? Dann schaut doch mal HIER vorbei, da findet ihr alle Beiträge noch einmal genau aufgelistet. Und für alle Lese-Muffel gibt’s sogar das ein oder andere Video ? Au revoir bei den Frankreich-Flusskreuzfahrten.

 

Eure River Cruise Bloggerin

 

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