Mit dem Jeep durch die Camargue – Wilde Pferde, Stiere und Flamingos!

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Bienvenue à Arles! Es ist der zweite Tag unserer 5 Nächte Kreuzfahrt „Rhône Route Rendez-vous“ und ich habe mir für heute etwas ganz besonders vorgenommen. Im offenen Jeep soll es auf einem Ausflug einmal quer durch die Camargue gehen, bis runter ans Meer nach Saintes-Maries-de-la-Mer.

Wilde Tiere gibt es in der Camargue angeblich, einzigartige Natur und wunderschöne Landschaften. Das klingt unglaublich vielversprechend und mal nach einem Ausflug der ganz anderen Art. Eine echte Safari quasi – ich freue mich wahnsinnig auf dieses kleine Abenteuer!

Anna-Maria im Jeep auf einem Ausflug quer durch die Camargue

Der Ausflug – so abenteuerlich war unsere Fahrt

Bereits morgens um 08.30 Uhr startet unser Ausflug in Arles. Vor dem Schiff stehen die Jeeps schon alle aufgereiht. Ich bin etwas beruhigt als ich sehe, dass sie nicht komplett offen sind, sondern eine Plane ein wenig Schutz bietet. Denn der südfranzösische Mistral bläst uns heute kräftig den Wind um die Ohren und 4 Stunden wird unsere Tour immerhin dauern. Ich klettere gleich in das erste Gefährt und lerne unsere Fahrerin Sandrine kennen. Obwohl sie Englisch spricht, verständigen wir uns schnell darauf, dass ich mich mit ihr auf Französisch unterhalte und für unsere drei Mitreisenden im Jeep parallel auf Deutsch übersetze. Somit ist für sie die Verständigung ein wenig unkomplizierter und ich kann gleich mal wieder meine leicht eingerosteten Sprachkenntnisse aufbessern. Alles geregelt, also los geht die Fahrt!

Unterwegs mit dem Jeep in der Carmargue

Rendezvous unter Wildtieren

Wir beginnen ganz entspannt auf einer Hauptverkehrsstraße der Region, die wir allerdings schnell in Richtung Wildnis verlassen. Es dauert nicht lange und die Straßen werden holpriger, die Vegetation wilder und immer mehr freie Tiere zeigen sich. Sandrine hält unterwegs immer wieder kurz an, erklärt uns, welche Arten wir gerade vor uns haben, was sie besonders macht und beantwortet all unsere Fragen. Das kann sie auch, denn sie stammt gebürtig aus der Camargue, könnte sich nie vorstellen woanders zu leben. Viel zu schön sei es hier, sagt sie begeistert, und irgendwie kann ich sie sehr gut verstehen. Die weißen Pferde, die scheinbar in vollkommener Freiheit leben und die mächtigen Stiere, die tief in der hiesigen Tradition und Kultur verankert sind, erinnern mich an einen Wild-West-Film aus dem Kino. Fehlt nur noch ein fescher Cowboy 😉 Bei den Pferden machen wir sogar kurz Halt und geben ihnen ein Leckerli, bei den Stieren hingegen wagen wir das lieber nicht.

Pferde in der CarmagueStiere in der Carmague

Eine frische Brise Meeresluft

Nach circa zwei Stunden Fahrt, die wie im Flug vergangen sind, erreichen wir die Küstenstadt Saintes-Maries-de-la-Mer. Ich kenne die kleine, sehr touristisch geprägte Stadt schon von früheren Besuchen. Doch während sie im Sommer nur so von Urlaubern überrannt wird, wirkt sie heute, Anfang November, fast wie ausgestorben. Entspannt wandere ich bis zum Meer, genieße den fast menschenleeren breiten Sandstrand und schnuppere die frische Luft, die der Mistral zu uns herüberträgt. Nach einer halben Stunde begeben wir uns wieder in den Jeep und beginnen Teil 2 unserer Safari.

Eindruck von der Küstenstadt Saintes-Maries-de-la-Mer

Das Meer entlang der südfranzösischen Küste

Pinker Höhepunkt in weißen Feldern

Vorbei an weiten Reisfeldern halten wir vor allem nach einer Attraktion Ausschau: Den Flamingos! Aus dem Zoo kennen wir sie alle, doch sie in freier Wildbahn zu erleben wäre natürlich noch einmal ein echtes Highlight. Und tatsächlich haben wir Glück, als sich auf einmal eine ganze Herde der pinken Vögel blicken lässt. Sie sind zwar gerade mitten auf einem See, also ein gutes Stück entfernt, was das Fotografieren nicht gerade leichter macht, aber dank Fernglas können wir trotzdem einen tollen Blick auf diese Besonderheit erhaschen.

Nach 4 Stunden kehren wir zurück zu unserer A-ROSA STELLA – ganz beeindruckt von diesen vielen neuen Erlebnissen. Wer hätte gedacht, dass wir bei unserer Rhône Kreuzfahrt so ein aufregendes Abenteuer erleben würden!

Beeindruckend: Flamingos in freier Wildbahn.

3 Praktische Tipps für unterwegs

1. Passende Kleidung = Mehr Spaß unterwegs!

  • Obwohl unser Jeep durch eine Plane geschützt und nicht komplett offen war: Der kräftige Mistral kann euch wirklich frösteln lassen! Also denkt besonders in der kälteren Jahreszeit an wärmende Kleidung bzw. schön luftige Sachen im Sommer. Und für alle Damen: Unbedingt flache Schuhe ohne Absatz wählen.

2. Ganz ohne Sprachkenntnisse geht’s nicht!

  • Keine Angst: Französisch müsst ihr ganz sicher nicht sprechen. Englisch hingegen schon, da die Guides in der Regel kein oder nur sehr wenig Deutsch sprechen. Mit Händen und Füßen klappt die Verständigung zwar zur Not auch, aber wenigstens englische Grundkenntnisse sollten schon vorhanden sein, wenn ihr die wertvollen Infos unterwegs nicht verpassen wollt.

3. Ein Fernglas einstecken!

  • Wir bewegen uns bei diesem Ausflug in freier Wildbahn, was natürlich auch bedeutet, dass sich das ein oder andere Tier gerne mal ein wenig versteckt hält. Um es trotzdem zu erspähen, hat sich ein kleines Fernglas als sehr nützlich erwiesen. Solltet ihr selbst keins besitzen, ist in der Regel auch ein gemeinschaftliches im Jeep vorhanden, welches ihr dann allerdings mit all euren Mitreisenden teilen müsst.

Ein Ausritt in die Carmague

Fazit – Eine wirklich besondere Tour

Wisst ihr, was mir jetzt gerade beim Schreiben des Artikels aufgefallen ist? Ich kann mich an jedes noch so kleine Detail des Ausflugs erinnern! Und das ist wirklich nicht selbstverständlich, denn normalerweise bleibt auf diesen organisierten Touren nur ein kleiner Bruchteil aller Informationen tatsächlich bei mir hängen. Diesmal könnte ich euch jedoch noch Wochen später einen Vortrag über den Reisanbau der südfranzösischen Bauern erzählen und dabei darüber philosophieren, weshalb Flamingos so pink aussehen. Ich erspare euch das jetzt aber mal an dieser Stelle. Denn wenn es euch interessiert, müsst ihr einfach nur den Ausflug auf eurer nächsten A-ROSA Reise buchen 😉 Im übrigen: Ihr könnt diesen Ausflug einfach vorab online reservieren.

Doch woran liegt das, dass sich dieses Wissen offensichtlich so gut in meinem Gedächtnis verankert hat? Für mich ganz klar: An der Individualität dieser Tour! Gerade mal zu viert haben wir uns eine Reiseleiterin geteilt, die somit permanent genau auf unsere Wünsche eingehen konnte. Fotostopps wurden dort gemacht, wo wir es gerade schön fanden. Geredet haben wir über die Dinge, die uns am meisten interessiert haben. Und wenn wir etwas nicht direkt verstanden haben, dann konnten wir direkt nachfragen – viel unkomplizierter, als es zum Beispiel bei einem Busausflug mit 50 Teilnehmern möglich wäre. Deshalb kann ich diese Tour auch so hervorragend für alle „Gruppenausflugs-Muffel“ empfehlen!

Ihr wollt auch in Zukunft keines meiner Abenteuer an Bord der A-ROSA Flotte verpassen? Dann schaut doch immer mal wieder hier im A-ROSA BLOG vorbei, dort findet ihr sämtliche Artikel immer als erstes! Auch zur Reise „Rhône Rendez-vous“ gibt es dabei spannende Infos und praktische Tipps, die euren nächsten Südfrankreich-Urlaub sicherlich noch ein kleines bisschen schöner machen können.

Tipp: Wer nicht nach Südfrankreich reisen möchte, fährt bei einer Kreuzfahrt einfach auf der Seine in die Normandie mit Paris Richtung Norden. Das A-ROSA Angebot für Flusskreuzfahrten in Frankreich lässt keine Wünsche offen.

Eure River Cruise Bloggerin

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